Wer sind wir?


Das Netzwerk für Gleichbehandlung in Freiburg „Unterschiede anerkennen – Vielfalt leben“ ist ein Zusammenschluss aus 22 Freiburger Institutionen, Trägern und Vereinen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die sich zusammengeschlossen haben, um sich gemeinsam für Gleichbehandlung in Freiburg einzusetzen.

Der pro familia Ortsverband Freiburg e.V. übernimmt im Rahmen des Projektes die koordinierende Projektleitung. Gefördert wird das Netzwerk vom Ministerium für Integration Baden-Württemberg und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin.

 

Warum ein Netzwerk?

 

Wir leben in einer Gesellschaft, die von Vielfalt und Unterschiedlichkeit geprägt ist. Dennoch sind Menschen in unserer Mitte immer noch Diskriminierungen ausgesetzt. Egal, ob es um Ethnie, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Orientierung oder das Geschlecht geht, Bürger und Bürgerinnen in Freiburg leiden täglich unter Vorurteilen und Benachteiligung.
Betroffene wissen oft nicht, wie sie sich im Falle einer Benachteiligung verhalten sollen. Fehlende Beratungsangebote und nicht ausreichende rechtliche Mittel sind ausschlaggebend dafür, dass Menschen, die ungerecht behandelt werden, sich von der Gesellschaft abwenden. Denn wer benachteiligt wird und keine Unterstützung erhält, erfährt doppelt Ausgrenzung und fühlt sich isoliert.
Obwohl es für Menschen mit Diskriminierungsmerkmalen gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verschiedene Unterstützungs- und Beratungsangebote in Freiburg gibt, ist nicht gewährleistet, dass die entsprechenden Stellen im Fall von Benachteiligung eine angemessene Beratung anbieten können. Oft stoßen diese in Fällen von Diskriminierung an ihre Grenzen, da ihnen das juristische Wissen oder die Zeit fehlt. Das bedeutet, Betroffene finden in Freiburg bislang kein Beratungsangebot, das ausdrücklich in Fällen von Diskriminierung hilft.

 

Was wir tun und was wir wollen?

 

Unser Ziel ist es, einen Freiburger Diskriminierungsschutz aufzubauen, benachteiligende Strukturen kenntlich zu machen und Betroffenen Wege aufzuzeigen, wie sie sich Gehör verschaffen und ihre Rechte einfordern können. Deshalb erfasst das Netzwerk für Gleichbehandlung in Freiburg bestehende Beratungsansätze und Angebote im Hinblick auf Benachteiligung ebenso wie vorhandene Lücken. Weiterhin werden Erfahrungen von Freiburger Beraterinnen und Beratern sowie Betroffenen gesammelt, um die (Diskriminierungs-) situation in Freiburg zu bewerten. Die so gewonnenen Informationen ermöglichen es uns, Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Ziele, die das Netzwerk für Gleichbehandlung in Freiburg erreichen möchte, sind:


- eine stichprobenhafte Erfassung der Situation und eine Abschätzung des Beratungsbedarfs aller von Diskriminierung betroffenen Ratsuchenden
- eine Qualifizierung möglichst vieler Mitarbeitenden in den Beratungsstellen in Freiburg
- eine Sensibilisierung hinsichtlich Benachteiligung in Freiburg
- eine Erweiterung des Netzwerkes durch die Einbindung von engagierten Gruppen und Initiativen
- die Situation erfassen und an politisch Verantwortliche weiterleiten
- langfristiges Ziel ist es, eine funktionierende Antidiskriminierungspraxis in Freiburg aufzubauen

 

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